Sonntag, 13. August 2017

Phase 2 Tag 7

Tag 7 (6.7.2016)

Grosio - Arnoga

Nach dem Frühstück geht's erstmal zum Einkauf im den Supermarkt, wieder hauchdünn geschnittener Schinken und leckerer Käse :-) Die Vorbereitungen zum Start der heutigen Etappe des Giro d'Italia der Frauen betreffen uns nicht weiter, es geht bergauf bei angenehmer Steigung. Kurz vor dem Stausee in Fusino trennen sich unsere Wege, jeder hat eine Aufgabe :-)

Für mich geht's das Valle Grosina hinauf, teilweise ganz schön steil so dass das kleinste Ritzel zum Einsatz kommt. Nach dem Ende der Teerstraße noch ein paar lieblich gelegene Häuser, danach geht es steil bergauf. Ich schiebe das Rad hoch, denn oben geht es noch ca. 2 km weiter auf ebenem Forstweg. Danach alles wieder zurück zum Stausee und weiter bergauf nach Eita. Hier werden die Wiesen noch in Handarbeit bearbeitet!
idllische Gegend
Für uns gibt's eine leckere Brotzeit bevor es weiter zum Passo di Verva geht. Ein paar Jungs auf Motocross Maschinen haben sich bald ausgetobt und wir haben unsere Ruhe :-) Die Umgebung der Stage ist sehr idyllisch, Zeit für einen schnellen Cache :-)

Passo di Verva
Einige Mountainbiker kommen uns entgegen, zum ersten Mal auf der gesamten Tour! Der Pass ist ein beliebter TransAlp Übergang. Am Pass tun sich ein paar Erosionsrinnen auf der Straße auf, was die Italiener im Auto dann doch zur Umkehr bewegt. Für uns geht's abwärts, unten wartet noch ein kurzer Gegenanstieg nach Arnoga mit seinen zwei Hotels mit fast gleichem Namen...
Blick zurück

Samstag, 12. August 2017

Phase 2 Tag 6

Tag 6 (5.7.2016)

Le Prese - Grosio

Wieder ein herrlicher Tag, allerdings drohen später Gewitter. Los geht's auf der Hauptstraße Richtung Süden am See entlang. An dessen Ende biegen wir auf eine Schotterstraße ab, die jedoch bald an einem abgesperrten Gelände endet. Also weiter auf dem parallel verlaufenden Wanderweg, ohne schieben geht's heute doch nicht ganz ab...

Bald ist die Straße erreicht, der wir weiter bergauf folgen. Die Sonne brennt, oben angekommen muss ich erstmal das T-Shirt auswringen! Die Aussicht ist toll, die Aufgabe etwas trickreich. Nachdem wir ausgeruht sind geht's ein paar Meter wieder zurück, und dann weiter Talabwärts. Das leichte Gefälle ist angenehm zu fahren!
schöner Weg!
An der Grenze Schweiz-Italien wird es kurz etwas unwegsam, bald geht es aber flott weiter bis zum Punkt P. Einer Pause im Schatten hoch über Tirano folgt die Abfahrt, die erst am Bahnhofsvorplatz von Tirano endet :-)
Tirano
Nach einer kurzen Pause geht's weiter auf dem Sentiero Valtellina flussaufwärts bis Grosio. Unterwegs holt uns doch noch ein Gewitter ein, zum Glück findet sich ein Unterstand unter einer Brücke. Die Blitze in den umliegenden Bergen sind sehr eindrucksvoll! 15 Minuten später sind wir wieder unterwegs und erreichen kurz darauf das Hotel Dosdè.

Noch bevor die Räder in einer Ecke des Gastraums verstaut sind haben wir schon ein Getränk in der Hand, der Check in ist in Nullkommanix erledigt :-) Das Abendessen besteht Italien-typisch aus zwei Gängen, plus Salat-Buffet und Nachtisch! Ein Spaziergang zur Burg beendet den Tag.

Freitag, 11. August 2017

Phase 2 Tag 5

Tag 5 (4.7.2016)

Lanzada - Le Prese

Kerstins Rücken hat sich etwas gebessert, und die heutige Tour verspricht kaum Tragestrecken. Also nehmen wir zusammen den Passo Canciano in Angriff! Zuerst erstehen wir im Supermarkt leckere Brotzeit mit Käse, Schinken und günstigem Bresaola, dann geht's auf der bereits bekannten Straße wieder bergauf. Im vollen Sonnenschein sind die Tunnels garnicht mehr so dunkel!

Ab Campo Franscia wird die Straße schmaler, es ist aber nix los. Nach mehr Höhenmetern erreichen wir den Lago di Campo Moro. An der weiter oben gelegenen Staumauer des Lago di Alpe Gera gibt's Brotzeit. Weiter auf Schotter, bis kurz vor der Alpe Val Poschiavina auf 2230 m, ab da heißt es schieben.
noch fahrbar.
Noch 4 km bis zum Pass, ein herrliches Tal! Relativ flach geht's dahin, an fahren ist aber nicht zu denken! Entschädigt werden wir mit spektakulären Blicken auf die umliegenden Gipfel und die Passhöhe voraus. Der relativ große Bach begleitet uns die ganze Zeit, um kurze vor dem Pass in einem großen Wasserfall in Richtung Passo Campaneda abzubiegen.
nicht mehr fahrbar...
Nach Überquerung einiger Felsrippen erreichen wir den höchsten Punkt :-) Aber wo geht's weiter? Erstmal den Cache aufsuchen, ups noch 200 m weiter durch die Felsen, an einer Stelle hat's sogar Trittstufen... Mit vereinten Kräften schaffen wir die Räder über dieses Hindernis. Kurz darauf erreichen wir die Brücke und den Abzweig in Richtung Tal. Zunächst können wir ein paar Meter fahren, insgesamt ist die Strecke zur Alp Cancian aber ziemlich verblockt. Erst als wir bei der Alp die Straße erreichen ist wieder fahren angesagt.
Aussicht!
Rasant geht's bergab, nach einem kurzen Halt und einem Cache ganz unten erreichen wir Le Prese und das schicke Sporthotel Raselli. Interessant dass hier die Berninabahn als Straßenbahn den Ort durchquert :-) Das Restaurant des Hotels bietet Pizzocheri, sehr lecker!

Donnerstag, 10. August 2017

Phase 2 Tag 4

Tag 4 (3.7.2016)

Maloja - Lanzada

Ein herrlicher Tag! Nach dem Frühstück machen wir uns auf den Weg. Es gelingt uns nicht eine ordentliche Brotzeit zu finden, immerhin gibt's ein leckeres Engadiner Früchtebrot und eine Nusstorte :-) Der Weg führt uns zunächst auf einer breiten Schotterstraße bergauf in Richtung Passo Muretto.
Lägh da Cavloc
Ab der Alp da Cavloc kurz nach dem Lägh da Cavloc heißt es dann wieder schieben und tragen. Weiter oben erwarten uns einige Schneefelder die nicht zu umgehen waren, der Weg führt durch die Felsen immer weiter bergauf. Die letzten Meter zum Pass über eine bröselige Geröllhalde, und das für mich gleich drei Mal :-)
Passo Muretto bergauf
Endlich oben angekommen gibt's dann Brotzeit. An der Passhöhe zeigt das Radweg-Schild, dass wir richtig sind :-) Bergab sind dann einzelne Meter fahrbar, ansonsten Schneefelder die aber gut zu queren waren.
... oben...

Ab der Stage heißt es dann wieder fahren, für den Rest des Tages hauptsächlich bergab :-) Zuerst Schotter, später Teer, und nach einer weiteren Pause erreichten wir Chiareggio. Hier steppt der Bär, mehrere Busse und viele Autos... Rasant geht's weiter bergab, weitläufige Anlagen aus dem Bergbau säumen den Weg.
... und bergab!
Lanzada ist das Ziel, ein nettes Hotel. Kerstin überlegt, am nächsten Tag eventuell durchs Tal abzukürzen, nach dem Frischmachen entscheide ich mich daher, noch Stage S aufzusuchen. Das bedeutet noch einmal 600 Höhenmeter bergauf, dann Radl stehen lassen und weiter zu Fuß auf einem schönen Wanderweg über die toll gelegene Alpe Foppa zum Ziel.

Da ich beim Abstieg den Pfad von der Alpe zurück nicht finden kann, geht's auf dem gleichen Weg zurück. Mit dem Radl geht's rasant bergab durch ein paar unbeleuchtete Tunnels, nach insgesamt 1.5 Stunden bin ich wieder zurück. Wir entscheiden uns für die Pizzeria Vasallo, ein uriges Lokal mit einem Felsen mitten im Raum, der das Dach mit trägt. Die Pizza Bresaola ist ein Gedicht :-) Den Heimweg suchen wir uns durch das Labyrinth von kleinen Gassen.

Mittwoch, 9. August 2017

Phase 2 Tag 3

Tag 3 (2.7.2016)

Am Bach - Maloja

Nach Frühstück im Wohnzimmer und einer Runde Zug fahren ist der Regen vorbei. Zuerst geht's nochmal ein Stück bergab zu Stage V, die wir gestern im Dunkeln ausgelassen hatten. Ein herrlicher Weg führt hinab zum Jufer Rhein.
Viadukt
toller Weg
Dann geht's wieder zurück, wir radeln zusammen mit ein paar Sommer-Langläuferinnen bis Juf und noch ein paar Meter weiter. Dann heißt es wieder tragen und schieben... Nach der Brotzeit bei der Forcellina kommt dann der Regen :-(
Brotzeit
Aber wir kommen weiter vorwärts, zwischendrin sind bergab jeweils ein paar Meter fahrbar. Am Septimerpass ist es dann wieder trocken. Wir lassen die Räder stehen und machen uns auf den Weg zur Dreifach-Wasserscheide am Pass Lunghin. Ein paar Radlspuren gibt es, aber durch den ziemlich feuchten Untergrund war das bestimmt kein Spaß. Zu viel Schnee liegt auf der Dose, nach Blick auf das Spoilerbild...
3-fach Wasserscheide
Für uns geht's zurück zum Radl und bergab. Meist müssen wir allerdings schieben... Wir gelangen nach Casacchia im Bergell. Der Malojapass bergauf ist gut zu fahren, es herrscht nicht viel Verkehr. Ein paar Italiener feuern uns unterwegs an, so kommen wir gut vorwärts und gelangen zum Hotel Chesa Alpina in Maloja. Das Abendessen im  Hotel ist sehr lecker. Nach dem Essen ist noch Zeit für einen Spaziergang zu den Gletschertöpfen und zur Burg.

Dienstag, 8. August 2017

Phase 2 Tag 2

Tag 2 (1.7.2016)

Der Postbus mit Reservierung (Linie nach Chur) bringt uns heute bis Splügen, für insgesamt 100 Franken...
Unterwegs

Im Dorf gehen wir kurz einkaufen, dann geht's los. Wir fahren hoch zum Splügenpass und weiter zur Staumauer. Auf markiertem aber bisher nicht gemapptem Pfad geht's zu Fuß weiter, bis wir kurz nach einer Alm auf den Fahrweg treffen. Zwischendrin heißt es einmal Schuhe aus und Bach überqueren...
Abkühlung

Zur Stage führen die letzten Meter bergab, dann geht's gleich wieder zurück, aber erst gibt's noch Brotzeit. Danach wandern wir auf dem gleichen Weg zurück, zuerst auf dem Fahrweg bergab und dann wieder aufwärts zur Staumauer und zu unserem Radldepot. Wir radeln bis zum Lago di Emet, dann heißt es zum ersten Mal schieben und tragen.
Unterwegs zum Passo Niemet

Der Weg führt über den Pass da Niemet bis hinunter zur Alp Sura. Ab hier beginnt der Fahrweg, es geht flott bergab :-) Mit der Dämmerung kommen wir nach Innerferrera. Es verbleiben noch 15 km auf der Straße bergauf bis Am Bach, wo wir im Dunkeln ankommen.

Montag, 7. August 2017

Phase 2 Tag 1

Jeden Tag einen Bericht unseres Sommerspaziergangs, so kann es gleich weiter gehen. Im Jahr 2016 haben wir die Phase 2 unter die Sohlen bzw. Räder genommen und sind 14 Tage unterwegs gewesen. Dabei waren wir sozusagen rückwärts unterwegs, von Bellinzona nach Innsbruck.

Gepäckabteil

Tag 1 (30.6.2016)

Der Fernbus bringt uns pünktlich nach Bellinzona, zusammen mit unseren Fahrrädern. Bei unserer Ankunft gibt's einen heftigen Regenschauer. Da das Hotel erst um 18 Uhr öffnet, machen wir uns mit dem Rad gleich auf den Weg zur ersten (vorletzten) Frage. Nach dem Einchecken ist dann noch Zeit für eine Tour zum See und einer weiteren Stage, Mückenalarm! Im Restaurant des Hotels gibt's zum Abschluss des Tages leckere Pizza.

Lago Maggiore